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Mein Spielbericht: VfL Osnabrück – 1. FC Heidenheim 1:2 [AG]

Wie an jedem Spieltag in diesen traurigen Zeiten mache ich mich auf den Weg zu Freunden – coronakonform bin ich als eine Person aus einem zweiten Haushalt zugelassen. Wie immer dabei: Bratwürste, die auf dem Balkon gegrillt und zur Halbzeit verspeist werden. Das ergibt wenigstens einen kleinen Unterschied zu dem üblichen Fernsehfußball und zusammen mit Fanschal und Bierchen einen Hauch von Stadionfeeling.

Wie bei jedem Heimspiel der Gedanke: Wie schön wäre es, tun zu können, was früher selbstverständlich war, nämlich zur Bremer Brücke zu fahren! Das bis auf die Pappgestalten leere Stadion zu sehen und unsere Hymne zu hören, schmerzt schon sehr. Aber: Geisterspiele sind besser als nix! Könnte noch besser sein, wenn die von mir insgeheim „Laberfranze“ genannten Kommentatoren auf Sky mit ihrem Herunterbeten von überwiegend sinnlosen Statistiken nicht so nerven würden. Da lernt man doch die Kollegen von den öffentlich-rechtlichen ganz anders zu schätzen!

Ich gehöre nicht zu denen, die nach 2 verlorenen Spielen die Entlassung des Trainers fordern. Bei der zunehmenden Verunsicherung, die man in der Mannschaft bei den vergangenen Spielen beobachten konnte und von der selbst Kühn nicht verschont blieb, gab es aber wohl keine andere Möglichkeit. Wenn niemand Verantwortung übernehmen und nur den Ball möglichst schnell loswerden will – egal wohin – dann muss gehandelt werden.

Insofern war meine Hoffnung auf eine Wende groß. Die gab es vom Ergebnis zwar nicht, aber durch eine offensivere Einstellung und deutlich mehr Selbstvertrauen konnten endlich mal wieder ein paar Torchancen herausgespielt werden, gefühlt mehr als in den Spielen zusammen. Aber wie heißt es so schön: „Haste Sch…… am Fuß, haste Sch…… am Fuß!“ oder zivilisierter: „Erst haste kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu!“ So gingen Schüsse wie der von Heider in der 14. Min. und insbes. der von Müller in der 64. Min. eben nicht dahin, wo sie hingehören, sondern neben das Tor. Außerdem: Der Rettungsversuch durch „Burger-Doping“, eine mehr oder weniger gelungene Marketingaktion eines Osnabrücker Burgerladens, wurde ausgebremst, denn die Zielperson Taffertshofer saß auf der Bank.

Insgesamt gibt es sicher positive Tendenzen. Man hat gezeigt, dass man das Tor treffen kann, auch die kämpferische Einstellung passte im Wesentlichen, aber es muss noch mehr kommen, um das Ruder endgültig rumzureißen. Der nächste Sonntag in Sandhausen wird damit zum vorläufigen Schicksalsspiel.

Noch eine Anmerkung aus aktuellem Anlass: Gut, dass nun auch unsere Mannschaft die wunderbare Aktion „Ihr könnt auf uns zählen!“ der „11 Freunde“ unterstützt. Ich hatte auf den 2 Seiten mit den Namen der Erstunterzeichner unter anderem gefühlt wirklich alle gefunden, die beim SV Meppen gegen den Ball treten, aber leider keinen VfLer. Besser spät als nie!

Wieder zu Hause dann doch noch ein kleiner fußballerischer Trost an diesem Samstag: der Sieg von Frankfurt über Bayern!

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