Positionierung zur Neufassung der Stadionverbotsrichtlinie
Der VfL Osnabrück hat gemeinsam mit Fanvertretungen, Fanorganisationen, dem Fanprojekt, der Fanabteilung sowie weiteren Akteuren am Standort eine gemeinsame Positionierung zur geplanten Neufassung der Stadionverbotsrichtlinien im deutschen Profifußball erarbeitet.

Im Rahmen des institutionalisierten Club‑Fan‑Dialogs wurde das Vorhaben intensiv diskutiert und aus unterschiedlichen Perspektiven bewertet. Ergebnis dieses Austauschs ist ein gemeinsames Papier, das zentrale Kritikpunkte, klare Erwartungen und konkrete Vorschläge bündelt.
Der VfL Osnabrück lehnt die vorliegende Neufassung der Stadionverbotsrichtlinie ab. Aus Sicht des Clubs ist sie weder zielführend noch geeignet, die angestrebten Ziele zu erreichen. Insbesondere der zugrunde liegende Prozess wird als inakzeptabel bewertet:
Betroffene sowie beteiligte Akteure wurden nicht ernsthaft, strukturiert oder transparent eingebunden. Damit widerspricht das Verfahren grundlegenden Prinzipien der Teilhabe, Nachvollziehbarkeit und Legitimation.
Darüber hinaus besteht aus Sicht des VfL in zentralen Punkten erheblicher Überarbeitungsbedarf, insbesondere mit Blick auf den präventiven Charakter von Stadionverboten, die Wahrung rechtsstaatlicher Grundsätze sowie die Rolle und Verantwortung der Vereine als Hausrechtsinhaber.

